Die Fachmesse Wasser Berlin International, deren Schwerpunkt in den vergangenen Jahren auf technischen Neuerungen im Gebiet der Trinkwasserversorgung und der Abwasserbehandlung lag, hat in diesem Jahr erstmalig auch Hochwasserrisiken und -schutzmaßnahmen in das Programm aufgenommen. Am zweiten Messetag fand ein durch die Niederländische Botschaft in Berlin organisiertes und gut besuchtes Symposium zum Hochwasserschutz statt, auf dem interessante Fachvorträge von deutschen und niederländischen Experten aus dem Wassersektor gehalten wurden. Obwohl mit dem Hochwasserschutz ein neuer Themenbereich auf der Wasser Berlin eingeführt wurde, hat die Fachmesse mit über 500 Ausstellern auch eine große Zahl von Besuchern in die Ausstellungshalle zu temporären Hochwasserschutzsystemen inklusive des BoxBarrier Systems gelockt. Die Präsentation der BoxBarrier war integriert im Messestand des HochwasserKompetenzCentrum (HKC) aus Köln, welches sich zum Ziel gesetzt hat die Kräfte verschiedener Organisationen wie Gemeinden, Wasserverbände, Wissenschaft und des privaten Sektors zu bündeln um pragmatische Strategien zum Hochwasserschutz zu erarbeiten und zu verbreiten. Messebesucher, unter anderem aus Nord- und Osteuropa sowie von Übersee waren angetan von der Einfachheit und Robustheit des BoxBarrier Systems. Unter dem Eindruck der zunehmenden Überflutungsrisiken scheint zudem ein Umdenken bei den Beteiligten hinsichtlich der Strategien zum Hochwasserschutz einzusetzen. Dies betrifft nicht nur langfristige Programme wie z.B. „Raum für den Fluss“, mit Bezug auf die Erweiterung von Retentionsflächen, sondern auch bestehende Alternativen zum Sandsack, der noch stets im mobilen Hochwasserschutz überwiegend Anwendung findet.